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Revue attoungblan

Erzählen als Widerstand: Literarische Strategien des Erinnerns und Erzählens in Fred Wanders Roman Der siebente Brunnen

Publication Date : 11/10/2026


Auteur(s) :

Massimlawè HARAKAWA.


Volume/Numéro :
Volume 1
,
Issue 1
(10 - 2026)



Résumé :

Literatur als ein wirkungsvolles Mittel des Widerstands, vor allem in Situationen von Unterdrückung, Gewalt und systematischer Menschenrechteverletzung ist ein viel besprochenes Motiv der Literaturwissenschaft. Der literarische Widerstand ist nicht nur ein historisch-spezifisches Phänomen, sondern kann als ein kulturelles und politisches Widerstandswerkzeug betrachtet werden, das „im Erscheinenden das Verborgene anreichert“ und somit gegen offizielle Macht- und Herrschaftsstrukturen opponiert. Fred Wanders Roman, Der siebente Brunnen, der auf das Erzählen als Form des Widerstands und der Gerechtigkeit zurückgreift, ist hier zentral für die Auseinandersetzung mit der Shoah-Literatur, wobei das Schreiben zum literarischen Gegenentwurf gegen das „Prinzip des Unrechts“ wird. Ziel des vorliegenden Aufsatzes ist es, die literarischen Strategien des Erinnerns und des Widerstands in Wanders Werk herauszuarbeiten, um zu zeigen, dass Literatur als Widerstandsmittel fungieren kann. Methоdоlоgisch orientiert siсh die Analyse an einer textanalytischen und kontextualisierenden Vorgehensweise, die auf narratologischen und hermeneutischen Grundsätzen fußt und die gleichzeitig literatur- sоwie erinnerungstheoretische Perspektiven miteinander verknüpft.


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